Wege aus der Krise
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17.09.2010 Allianz "Wege aus der Krise" unterstützt "Machen wir uns stark"

Die zivilgesellschaftliche Allianz "Wege aus der Krise" ruft zur aktiven Teilnahme an der Demonstration "Machen wir uns stark" am 18. September 2010 auf. Mit der großen Kundgebung vor dem Wiener Heldentor fordert die Initiative "Machen wir uns stark" eine mutige Bildungspolitik, eine gerechtere Verteilung des Wohlstands, sowie einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Fremdenpolitik. Die Willenskundgebung mit Programm startet morgen, Samstag, 18.9.2010 um 18:00 Uhr beim Heldentor vor dem Wiener Heldenplatz.

Die breite zivilgesellschaftliche Allianz "Wege aus der Krise", der Attac, die Armutskonferenz, GDG-KMSfB (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe), GLOBAL 2000, Greenpeace, die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich, SOS Mitmensch, die Lebensgewerkschaft vida und die Produktionsgewerkschaft PRO-GE angehören, macht sich stark für eine gerechte Verteilung des Wohlstandes und ein Zukunftsbudget.

"Wir machen uns stark für die gerechte Verteilung des vorhandenen Reichtums und ein anderes Wirtschaftssystem, das eine sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft ermöglicht. Denn: alle Menschen haben ein Recht auf ein gutes Leben und es ist genug für alle da. Unmittelbar heißt, dass wir jetzt ein Zukunftsbudget, kein Sparbudget brauchen", meint Alexandra Strickner von Attac Österreich.

"Die Gewerkschaft vida unterstützt die Kundgebung, weil für uns Einschnitte in den Sozialstaat und Massensteuern kein Rezept zur Krisenbewältigung sind. Wir fordern Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft und deshalb mehr Geld für Pflege und Betreuung, für den Ausbau der Öffis und für die Aus- und Weiterbildung", sagt vida-Vorsitzender Rudolf Kaske.

"Investitionen in Kinder, Bildung und die Pflege sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Landes," so Martin Schenk, von der Armutskonferenz: "Und zwar jetzt, sonst ist es zu spät. Wer in den frühkindlichen Bereich investiert, sozial integrative Schulen fördert und Menschen in der Pflege nicht allein lässt, leistet einen entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung. Nie wieder wird man Zukunftsgeld so sinnvoll einsetzen können wie zu diesem Zeitpunkt."

Auch die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung unterstützt die Anliegen von "Machen wir uns stark": "Weil wir die Menschen mit ihrer Würde, ihren Fähigkeiten, Talenten und Sehnsüchten in den Mittelpunkt stellen und unser gesamtes Handeln von solidarischen, geschwisterlichen und demokratischen Grundsätzen getragen ist. Wir verstehen uns als Sprachrohr für Benachteiligte und Machtlose, die keine Stimme haben."

"Ich mache mich stark für eine demokratische Öffentlichkeit", sagt auch Philipp Sonderegger von SOS Mitmensch: "Wir können und wollen die offizielle Politik nicht aus Ihrer Verantwortung entlassen. Aber wenn sich substanziell etwas ändern soll, dass müssen die Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten und einfordern, damit wichtige Zukunftsprojekte wie eine gerechtere Verteilung des Wohlstands, eine mutige Bildungspolitik, sowie ein besseres Zusammenleben jetzt angepackt werden."

"Kommt alle zur Kundgebung "Machen wir uns stark", so Greenpeace-Sprecher Philipp Strohm. "Widerstand leisten zu können ist ein Grundrecht in einer Demokratie. Der §278 hebelt dieses Recht aus und gefährdet damit die Demokratie. Gemeinsam mit 12 anderen NGOs machen wir uns stark für eine Generalreform des Paragraphen. Wir appellieren gleichzeitig an alle Menschen in Österreich uns dabei zu unterstützen. Denn ein Abbau demokratischer Grundwerte ist zum Schaden aller."

Hingehen, mitmachen, STARK machen!