Wege aus der Krise
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Unsere Wege

Auf dem Weg zu einem anderen Wirtschaftssystem und einer anderen Demokratie wollen wir unterschiedliche Pfade beschreiten. Es braucht vor allem unmittelbare Antworten für all jene Menschen, die gestern oder heute ihre Arbeit verloren haben, die bereits von Armut betroffen sind und zu wenig für ein gutes Leben haben, aber auch Antworten für eine rasche Reduktion unseres CO2 Ausstoßes, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Es braucht unmittelbare Antworten auf das Vorhaben der Regierung, die breite Bevölkerung die Kosten der Krise zahlen zu lassen - durch Massensteuern und Sparpakete.

Zugleich braucht es jetzt auch Schritte, die es uns ermöglichen, das gegenwärtige Wirtschaftssystem nachhaltig und von unten zu verändern. Deshalb beschreiten wir zwei Wege:

Weg 1: Kampagne - Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren!

Wir wollen keine Massensteuern und keine Sparpakete als Antwort auf die Krise und das explodierende öffentliche Budgetdefizit! Wir wollen nach dem Motto "Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren" gemeinsam dafür kämpfen, dass die Krisenverursacher ihren Beitrag leisten und umfassende öffentliche Zukunftsinvestionen getätigt werden. Und zwar in jene Bereiche, die gesellschaftlich notwendige Bedürfnisse abdecken und die zugleich erste Schritte in Richtung eines ökologisch nachhaltigeren Wirtschafts- systems ermöglichen. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Förderung thermischer Sanierung und nachhaltiger Energieformen, bessere Bildung, Gesundheit, Pflege etc. zählen dazu ebenso wie eine gerechtere Verteilung von Arbeit durch Verkürzung der Arbeitszeit. Das sind unsere unmittelbaren Antworten auf die soziale und ökologische Dimension der Krise. 

Weg 2: Alternativenforen  - Alternativen von unten entwickeln

Neben diesen unmittelbaren Antworten brauchen wir weiterführende Lösungen, die bei den tatsächlichen Ursachen der Krisen ansetzen. Ein anderes Wirtschaftssystem, in dessen Zentrum ein "gutes Leben für alle" steht, muss systematisch auf den Prinzipien Demokratie, Menschenrechte, Gerechtigkeit, Solidarität, Nachhaltigkeit und Kooperation aufgebaut werden. Energieautonome Städte und Gemeinden, städtische Gärten, Lebensmittel-kooperativen, BürgerInnenparlamente oder die Wiederaneignung der gesellschaftlichen Infrastruktur und Gemeingüter sind nur einige konkrete Beispiele, in denen die Grundbedürfnisse der Menschen und ihre Rechte im Vordergrund stehen, eine achtsame Beziehung zur Natur aufgebaut und demokratische Mitbestimmung gestärkt werden.

Im Rahmen der Alternativenforen möchten wir Informationen über nachhaltige Vorbildprojekte verbreiten, eigenverantwortliche Initiativen sichtbar machen und Menschen ermutigen, gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.