Wege aus der Krise
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Am 15. Oktober heißt es "gscheit wählen"!

Die Nationalratswahl am 15. Oktober ist eine Richtungsentscheidung, bei der wichtige Zukunftsweichen gestellt werden: entweder in Richtung einer nachhaltigen, sozialen und  gerechten Entwicklung oder hin zu Sozialabbau, Umweltzerstörung und der Aushöhlung von Menschenrechten.


Darum gilt es am 15. Oktober für alle WählerInnen, eine kluge Wahl zu treffen. Die Organisationen hinter Wege aus der Krise liefern dazu unterschiedliche Beiträge und Orientierungshilfen. Unter dem Titel "gscheit wählen" stellen wir ihre Initiativen vor der Wahl auf dieser Seite sowie via Facebook und Twitter vor.


Christlich geht anders

Im Zentrum des christlichen Glaubens steht der Einsatz für Mitmenschen und für Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Wer sich auf den christlichen Gott beruft und dabei auf die Nächsten vergisst, verkehrt die christliche Botschaft in ihr Gegenteil.

 

Die Kampagne "Christlich geht anders", die unter anderem von der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich unterstützt wird,  möchte soziale Gerechtigkeit ins Zentrum der gesellschaftspolitischen Debatten rücken. Kernanliegen sind unter anderem gesellschaftliche Solidarität, der Erhalt eines aktiven Sozialstaates und ein gerechtes und soziales Steuersystem.


Pass Egal Wahl

Mehr als eine Million Menschen sind von der Nationalratswahl ausgeschlossen, weil sie keinen österreichischen Pass haben. Gegen diesen Demokratieausschluss setzt SOS Mitmensch gemeinsam mit KooperationspartnerInnen ein starkes Zeichen!

 

Am 10. Oktober findet die Pass Egal Wahl statt - mit Wahllokalen in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt. Abstimmen können alle, die über 16 Jahre alt sind und in Österreich ihren Lebensmittelpunkt haben.


Keine Ministerämter für Rechtsextreme und Hetzer!

Bei der Bundespräsidentenwahl hat die Mehrheit der Bevölkerung verhindert, dass ein Vertreter der extremen Rechten in eines der höchsten Ämter der Republik gelangt. Bei der Wahl am 15. Oktober muss sich erneut die Mehrheit der ÖsterreicherInnen dagegen aussprechen, dass Rechtsextreme in Machtpositionen kommen.

 

Jetzt den Aufruf von SOS Mitmensch unterstützen und ein Protestmail an die SpitzenkandidatInnen der Parlamentsparteien schicken! 


Sag Ja zur Bahn in Rot Weiß Rot

Privatisierungsfreundliche Parteien wollen, dass es in Zukunft EU-weite Ausschreibungen im heimischen Bahnsektor gibt. Damit droht eine schleichende Privatisierung der österreichischen Bahnen. Die Gewerkschaft vida und der WKO-Fachverband der Schienenbahnen fordern dagegen gemeinsam Direktvergaben beizubehalten und haben darum die Kampagne Bahn in Rot Weiß Rot gestartet.

 

Leistbare und klimafreundliche Mobilität sowie gute Arbeitsbedingungen im Bahnsektor sind nur mit öffentlichen Bahnen und europaweiter Kooperation möglich. EU-weite Ausschreibungsverpflichtung, Liberalisierung und Privatisierung sind keine zukunftsfähigen Antworten. Die Kampagne kann man via Petition, auf Facebook und Instagram unterstützen.


Weniger arbeiten - mehr leben

Unternehmerlobbys behaupten, das Arbeitszeitrecht sei zu starr und verlangen seit Jahren mehr "Arbeitszeitflexibilität", unter anderem durch das Ermöglichen des 12 Stunden-Tages. Diese Forderung wird im Wahlkampf gleich von verschiedenen Seiten unterstützt. Dabei wird in Österreich bereits jetzt überdurchschnittlich lang gearbeitet - während rund 400.000 Menschen arbeitslos sind. 

 

Doch es geht auch anders: Da die Produktivität immer weiter steigt, wäre eine Arbeitszeitverkürzung aus mehreren Gründen sinnvoll. Sie bringt mehr Freizeit, ist gesünder und beschäftigungsfördernd. Darum fordern die Gewerkschaften vida und GPA-djp: Kürzer arbeiten - leichter leben: 35 Stunden sind genug.